Neulich ist mir der Chromecast zweiter Generation in die Finger geraten, den ich schätzungsweise vor etwa fünf Jahren für eine Rezension vorgesehen habe. Daraus ist nichts geworden, weil das Teil, so handlich wie es ist, verschütt gegangen ist. Man sieht: Zum Skillset des Gadgettesters gehört eine landläufig unterschätzte Fähigkeit, nämlich jene zur zweckmässigen Organisation der Testkandidaten. Und autsch, da fällt mir siedendheiss ein, dass ich ein Dreivierteljahr hinterherhinke, was das Zurückschicken der abgearbeiteten Testgeräte angeht. Es ist nicht so, dass ich mich der Rücksendung verweigern würde. Wie hier ausgeführt, gehört auch das zu den Pflichten eines Gadgettesters. Es ist bloss so, dass diese Arbeit in der Prioritätenliste gerne nach unten rutscht. Und wie es heutzutage so ist: Die Prioritätenliste ist zu lang, der Tag zu kurz.

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Google hat einen kunstbeflissenen Bildschirmschoner in petto.

Aber ich schweife ab. Der Chromecast, zweite Generation, erhältlich für um die 40 Franken (Amazon Affiliate). Er hängt nun am Schlafzimmerfernseher, der nebst dem HDMI-Eingang praktischerweise auch einen ungenutzten USB-Port hat, über den der Chromecast mit Strom versorgt wird. Man benötigt kein zusätzliches Netzteil, muss keine Steckdose freimachen und keine Kabel ziehen. Das ist gelungen. Wieso ist das eigentlich kein Standard? Geräte wie Fernseher, an die oft weitere Dinge angeschlossen werden, sollten auch die Stromversorgung dieser Geräte übernehmen – das würde den Kabelsalat angenehm verringern.

Ich schweife schon wieder ab. Den ganzen Beitrag lesen »


Ich bemerke ein seltsames Phänomen. Naja, eigentlich bemerke ich tagtäglich seltsame Phänomene. Zum Beispiel das, dass es offenbar aus der Mode gerät, normal zu telefonieren. Das heisst, mit dem Telefon am Ohr. Ich sehe nur noch Leute, die das Telefon vors Gesicht halten und den Gesprächspartner auf dem Lautsprecher haben. Oder ihn über einen Kopfhörer hören, wenn es sich nicht um völlige Neandertaler handelt. Ich frage mich, was das soll. Ich verstehe es, wenn es sich um Videotelefonierer handelt: Zum Beispiel um Touristen, die via Kamera zeigen wollen, wo sie gerade sind. Klar, in dem Fall will man nicht unbedingt per Skype, WhatsApp oder Facetime eine Ansicht seiner Ohrmuschel übertragen. Aber bei normalen Telefongesprächen ohne Video halte ich das für einigermassen albern. Hat man einen Kopfhörer, dann kann man das Telefon auch in die Jackentasche stecken. Und wenn man keinen Kopfhörer hat, dann könnte man sich überlegen, ob man wirklich die ganze Umgebung mit beiden Seiten des Gesprächs belästigen will. Wenn man das Telefon am Ohr hat, hören die Umstehenden wenigstens nur die Hälfte dieser Konversation, die sie mutmasslich nicht im geringsten interessiert

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Wie viel haben diese Zahlen mit der Wirklichkeit zu tun? (Bild: Negative Space/Pexels, CC0)

Soweit dieses Phänomen, um das es hier aber gar nicht gehen soll. Das Phänomen, das ich meine, nennt sich Google-Analytics-Hörigkeit. Für Leute, die nicht wissen, was Sache ist: Google Analytics ist eine Webstatistik, die vom gleichnamigen Suchmaschinenkonzern angeboten wird und über Javascript-Codes in beliebige Websites eingebunden werden kann. Die ganze Sache ist gratis, zumindest bei oberflächlicher Betrachtungsweise. Schaut man genauer hin, fällt auf, dass man den Dienst relativ teuer bezahlt, nämlich indem man Google alles über die eigene Website herausfinden lässt, was Google über die eigene Website herausfinden möchte. Den ganzen Beitrag lesen »



Besser googeln.

Auch nach fünf Jahren nehme ich es Google noch übel, dass die Instant Preview-Funktion sang- und klanglos beseitigt wurde, angeblich wegen geringer Nutzung. Ich halte die schnelle Prüfung der Suchresultate für eine der wichtigsten Aufgaben bei der Webrecherche – und den Teil, den man als Nutzer nur bedingt beeinflussen kann. Klar, ob Google die eigentliche Suchanfrage richtig versteht, hat man auch nur bedingt in der Hand, zumal sich die Algorithmen manchmal ziemlich begriffsstutzig anstellen. Aber man kann doch – und auch das wird im Video erklärt – seine Eingabe möglichst präzise gestalten.

Muss so eine Funtkion breit genutzt werden, damit die eine Daseinsberechtigung hat? Das ist eine interessante Frage. Es gibt natürlich Argumente, die dafür sprechen. Radikales Ausmisten beugt Bloatware vor. sprechen: Den ganzen Beitrag lesen »


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Woher kommt sie bloss, diese Fixierung auf Strassenschilder bei Google? (Bild: Ed Gregory/stokpic.com, CC0)

Captchas sind eine anstrengende Angelegenheit. Sie kommen einem oft in die Quere, wenn man seine Arbeit erledigt bekommen sollte und keine Zeit zu vertrödeln hat. Noch nerviger als die Captchas sind jedoch die Recaptchas, die Google erfunden hat. Sie seien «tough on bots und easy on humans», behauptet der Suchmaschinenhersteller hier. Die Botschaft ist seltsamerweise weder mit einem Menschen, noch mit einem Bot, sondern mit einem spielenden Kätzchen illustriert.

Nun, im Idealfall muss man bei Googles Variante bloss ein Kästchen anklicken, in dem steht, man sei kein Roboter. Unter Umständen funktioniert die Überprüfung auf Bot oder Nichtbot sogar im Hintergrund, dass man überhaupt nicht belästigt wird. Doch manchmal kommt diese vermaledeite «Wählen Sie alle Bilder mit Strassenschildern aus»-Variante: Sie enthält ein in neun oder 16 Quadrate zerlegte Bilderseite, auf der man alle Teile anklicken sollte, die ein Strassenschild enthalten. Oder Fahnen. Oder Geschäfte. Oder sonst irgend etwas – hier ist ein Beispiel beschrieben, wo ich es mit so so einer Abfrage zu tun hatte, die nicht zufriedenzustellen war.

Es gibt jede Menge Probleme mit dieser Captcha-Variante: Den ganzen Beitrag lesen »


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ProTube auf dem iPad.

ProTube gehört seit Jahren zu meinen Lieblings-Apps: Eine Alternative zu der Standard-Youtube-App mit vielen nützlichen Funktionen. Ich habe sie seinerzeit aufgrund hervorragender Funktionen für die bessere Youtube-App erklärt. Zu diesen geschätzten Funktionen zählen die Möglichkeit, die Wiedergabegeschwindigkeit zu ändern, die Videoauflösung einzustellen und die Option, nur den Ton bei gesperrtem Telefon abzuspielen. Bei Vorträgen oder Videopodcasts spielt das Bild oft keine wesentliche Rolle, sodass man darauf verzichten kann. Früher gab es bei ProTube auch eine Möglichkeit, Videos für den Offline-Konsum herunterzuladen. Diese Funktion musste der Entwickler auf Druck von Youtube jedoch entfernen.

Als ich neulich ein neues Telefon in Betrieb nahm, ist mir aufgefallen, dass die App gar nicht mehr zur Verfügung steht. Apple hat sie aus dem Store genommen, und in seinem Blog erklärt Entwickler Jonas Gessner, weswegen:
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Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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